Aussiedlerarbeit

Im August 2000 ist die Arbeit im Stadtteilzentrum aufgenommen worden. Sehr frühzeitig wurden Kontakte zu den Aussiedlerberatungsstellen der Caritas und der Diakonie geknüpft. Zusammen mit diesen Mitarbeitern wurden die Aussiedler zu einem Treffen am 9. November 2000 eingeladen. Die Resonanz war nicht sehr groß, es kamen 11 BürgerInnen.

Wir haben abgefragt, bei welchen Wünschen und Vorstellungen wir sie unterstützen könnten:

  • Sprachkurs
  • Beratungsangebot vor Ort
  • Bildungsfahrten
  • Selbsttreffen organisieren
  • Treffen mit anderen Bewohnern des Stadtteils
  • Tanzkurs
  • Frauentreff
  • Sportgruppe
  • Informationsveranstaltungen, bes. zu rechtlichen Fragen (Sozialhilfe, Rente, Religionen)

Um das Ergebnis mit anderen in der Aussiedlerarbeit Beteiligten zu kommunizieren wurden die Akteure aus Unna eingeladen. Daraus entstand seit Januar 2001 der AK Migration, der sich circa drei bis vier Mal im Jahr getroffen hat. Dieser AK hat sich Anfang 2008 in der Form aufgelöst, um andere Strukturen der Zusammenarbeit zu entwickeln und den Schwerpunkt auf die Jugendlichen zu richten.

Im Februar 2001 traf sich die Frauengruppe zum ersten Mal, diese Gruppe besteht bis heute, auch mit deutsch einheimischen Teilnehmerinnen. Treffen 1 x im Monat

Ab März 2001 gab es 1 x wöchentlich die Außensprechstunde für Aussiedler von Herrn Schuster, Diakonisches Werk, die mit Ausscheidung Herrn Schusters aus dem Dienst 2006 von der Diakonie eingestellt wurde.

Ab März 2001 gab es einen Sprachkurs (2 – 3 x wöchentlich), zur Hälfte finanziert vom Jugendamt und IN VIA Caritas. Dieser wurde mangels Teilnehmer zum 01.05.2008 beendet. (Z. Teil auch bedingt durch die Umorganisation der Sprachkurse durch das neue Zuwanderungsgesetz) und im Sommer 2009 wieder weitzergweführt, erst im Jona-Haus und dann STZ.

Zusammen mit Frau Kestermann von der RAA und der ev. Kirchengemeinde wurde für die Herbstferien 2002 ein Kampfkunsttraining für Aussiedlerjugendliche und deutsch einheimische Jugendliche geplant und vom Stadtteilzentrum in Attendorn durchgeführt. Es nahmen 23 Jugendliche teil, davon 21 Aussiedler, von denen 3 schon 10 Jahre in Deutschland waren. Die anderen unter 6 Jahren, teilweise gerade erst eingereist.

Im AK Migration wurde der Projektantrag für das Integrationsprojekt „Miteinander in der Gartenvorstadt“ entwickelt.

Darüber hinaus wurde in diesem Arbeitskreis und einem Unterarbeitskreis zum Thema Sucht der Projektantrag für den Streetworker Massen / Königsborn entwickelt. Dieser Antrag musste 2 x neu konzipiert werden, bis er Erfolg hatte. Ende 2006 konnte ein Streetworker eingestellt werden. Die Finanzierung der Stelle wurde im Dezember 2009 von der Kreisstadt Unna übernommen.